27. März 2020

Härtefall-Fonds: Beantragung ab Freitag 27.03.2020 ab 17:00 Uhr möglich

Endlich ist es soweit – Anträge können heute Freitag 27.03.2020 ab 17:00 Uhr gestellt werden.
Der Link zur Online-Beantragung wird zu dieser Uhrzeit auf der Homepage der WKO veröffentlicht.

Der Härtefall-Fonds ist eine Maßnahme der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise.
Er unterstützt all jene Selbständigen, die derzeit keine Umsätze erzielen, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten.

Wie hoch ist die Förderung?
Der Härtefall-Fonds bringt einen Zuschuss, der auch später nicht zurückgezahlt werden muss und besteht aus zwei Phasen:

  • Phase 1 – Soforthilfe
    • Bei einem Nettoeinkommen von mehr als 5.527,92 und weniger als 6.000 Euro pro Jahr: Zuschuss von 500 Euro
    • Bei einem Nettoeinkommen ab 6.000 Euro pro Jahr: Zuschuss von 1.000 Euro
  • Phase 2 (genaue Kriterien und Zeitpunkt sind seitens Regierung noch in Ausarbeitung):
    • Der Zuschuss wird max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate betragen.
    • Der Zuschuss richtet sich nach der Höhe der Einkommens-einbuße.   

 Wer kann eine Förderung aus dem Härtefall-Fonds beantragen?

  • Ein-Personen-Unternehmen
  • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Beschäftigte (Vollzeit-Äquivalente) haben
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige wie z.B. Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
  • Freie Dienstnehmer
  • Freie Berufe (z.B. im Gesundheitsbereich)

Voraussetzungen, um eine Förderung aus dem Härtefall-Fonds zu bekommen

  • Das Einkommen muss zwischen 5.500 und 60.000 Euro pro Jahr liegen.
  • Bezieht man andere Einkünfte z.B. aus Vermietung und Verpachtung oder aus einem Dienstverhältnis, müssen diese gesamt unter der Geringfügigkeitsgrenze von 460,66 Euro pro Monat (= 5.527,92 Euro pro Jahr) liegen.
  • Die unternehmerische Tätigkeit bzw. die Gewerbeausübung muss vor dem 1.1.2020 begonnen worden sein.
  • Der Sitz oder die Betriebsstätte muss in Österreich sein.
  • Man muss eine Steuernummer oder eine Kennzahl des Unternehmensregisters (KUR) in Österreich haben.
  • Der Förderwerber muss darüber hinaus „von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sein. Das heißt, man ist
    • nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder
    • von einem behördlich angeordneten Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 betroffen oder
    • hat einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der WKO unter https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html.

Sollten Sie Unterstützung bei der Beantragung benötigen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, wir geben unseren derzeitigen Wissensstand gerne weiter!

Herzliche Grüße

Ihre ECA Schreiner und Stiefler
Steuerberatungsgruppe