ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Zu den Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern heißt es im Vorblatt zur Regierungsvorlage zum AbgÄG 2014 wörtlich:


„Grundsätzlich sind beide Geschlechter von den Änderungen gleichermaßen erfasst. Aufgrund eines differenzierten Konsum- und Kaufverhaltens können jedoch Männer von gewissen Änderungen tendenziell stärker betroffen sein. Unter anderem betrifft die Anhebung der Tabaksteuer prozentuell mehr Männer als Frauen, auch ist deren genereller Tabakkonsum höher; ähnliches trifft auf den Konsum alkoholischer Getränke und leistungsstarker PKWs zu. Mit den abgabenrechtlichen Änderungen wird auch ein Anreiz für Lebensstiländerungen von Frauen und Männern gesetzt, der sich zum Beispiel auch auf die Gesundheit positiv auswirkt."
Im Vorblatt zum Begutachtungsentwurf wird zu den Auswirkungen auf die prozentuelle Differenz des tatsächlich verfügbaren Einkommens von Frauen und Männern noch wörtlich ergänzend ausgeführt: „Da einerseits Männer mehr Autos kaufen als Frauen und andererseits diese umweltschädlicher sind und weil Männer Tabak und alkoholische Getränke in größeren Mengen konsumieren als Frauen, entstehen höhere Ausgaben für Männer, weshalb das tatsächlich verfügbare Einkommen von Frauen sich dem der Männer prozentuell annähert".


ECA-Anmerkung:
Die Überlegungen des Gesetzgebers zur Anhebung der Steuern auf Tabak, Alkohol und Autos können unabhängig von einer Erhöhung der Einnahmen für den öffentlichen Haushalt wie folgt zusammengefasst werden: Es ist eine Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen entweder durch Anpassung des Konsumverhaltens oder durch eine höhere Abgabenbelastung zur Anpassung des netto verfügbaren Einkommens nach Abzug der Ausgaben für Genuss- und Luxusgüter.