ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

 

Antrag auf Gruppenbesteuerung
Bei Kapitalgesellschaften kann durch Bildung einer Unternehmensgruppe die Möglichkeit geschaffen werden, Gewinne und Verluste (auch ausländische) der einbezogenen Gesellschaften auszugleichen.



Dies kann positive Steuereffekte nach sich ziehen. Voraussetzungen sind die geforderte finanzielle Verbindung (Kapitalbeteiligung von mehr als 50 % und Mehrheit der Stimmrechte) seit Beginn des Wirtschaftsjahres sowie ein entsprechend beim Finanzamt eingebrachter Gruppenantrag. Bei allen Kapitalgesellschaften, die das Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr haben ist der Gruppenantrag bis spätestens 31.12.13 einzubringen, damit er noch Wirkung für die Veranlagung 2013 entfaltet.

Forschungsförderung und -prämie
Die Forschungsprämie von 10 % ist als Steuergutschrift konzipiert und wirkt daher sowohl in Gewinn- als auch in Verlustjahren. Die für die Prämie relevanten Forschungsaufwendungen können Personal- und Materialaufwendungen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, damit zusammenhängende Gemeinkosten, Finanzierungsaufwendungen und unmittelbar der Forschung und Entwicklung dienende Investitionen (einschließlich der Anschaffung von Grundstücken) umfassen. Die Forschungsprämie ist für die Eigenforschung (diese muss im Inland erfolgen) betraglich nicht gedeckelt.


Für die Geltendmachung der Forschungsprämie ist die Vorlage eines positiven Gutachtens der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) über Finanz-Online erforderlich. Für das Gutachten werden seitens der FFG keine Kosten verrechnet. Eine Prämie gibt es auch für die Auftragsforschung – Voraussetzung ist wiederum, dass es sich um einen inländischen Auftragnehmer handelt. Die Bemessungsgrundlage für die Auftragsforschung ist auf EUR 1 Mio. begrenzt, dafür ist die Vorlage eines FFG-Gutachtens nicht erforderlich.

Gewinnfreibetrag
Der Gewinnfreibetrag steht allen natürlichen Personen, unabhängig von der Gewinnermittlungsart zu und beträgt bis zu 13 % des Gewinnes. Bis zu einem Gewinn von EUR 30.000,00 steht jedem Steuerpflichtigen ohne Nachweis ein Grundfreibetrag von 13 % (somit bis zu EUR 3.900,00) zu. Will man den Freibetrag auch für Gewinne über der EUR 30.000,00-Gewinngrenze in Anspruch nehmen, ist es erforderlich, Investitionen zu tätigen. Begünstigte Investitionen können grundsätzlich in abnutzbare körperliche Anlagen oder bestimmte Wertpapiere (insbesondere Anleihen und Anleihenfonds) erfolgen und erfordern eine Nutzungsdauer bzw. Behaltefrist von 4 Jahren. Der Gewinnfreibetrag vermindert auch die Sozialversicherungs-Bemessungsgrundlage!
Seit der Veranlagung 2013 wird der Gewinnfreibetrag für Gewinne ab EUR 175.000,00 reduziert und beträgt zwischen EUR 175.000,00 und EUR 350.000,00 7 %, zwischen EUR 350.000,00 und EUR 580.000,00 nur mehr 4,5 %, für den darüber hinaus gehenden Teil der Gewinne entfällt der Gewinnfreibetrag zur Gänze. In Summe beträgt der Freibetrag daher maximal EUR 45.350,00.

Vorgezogene Investitionen
Für Investitionen, die nach dem 30.6.2013 getätigt werden, kann die halbe Jahres-Abschreibung zum Ansatz gebracht werden. Das Vorziehen von Investitionen spätestens in den Dezember 2013 kann daher Steuervorteile bringen. Geringwertige Wirtschaftsgüter (max. EUR 400,00) können sofort zur Gänze abgesetzt werden.
Einnahmen/Ausgaben-Rechner können grundsätzlich durch die Ausnutzung des Zufluss-, Abflussprinzips eine Verschiebung der Steuerpflicht erzielen indem Vorauszahlungen getätigt werden. Für bestimmte Ausgaben (zB. Beratungs-, Miet-, Vertriebs-, Verwaltungs-, Zinskosten etc.) ist allerdings lediglich eine einjährige Vorauszahlung steuerlich abzugsfähig! Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben, die zum Jahresende fällig werden, sind jenem Kalenderjahr zuzurechnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören, wenn sie innerhalb von 15 Tagen vor oder nach dem 31.12. bewirkt werden.

Aufbewahrungspflichten
Mit 31.12.13 endet grundsätzlich die 7-jährige Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen des Jahres 2006.
Weiterhin aufzubewahren sind Unterlagen, welche für ein anhängiges Abgaben- oder sonstiges behördliches/gerichtliches Verfahren von Bedeutung sind. Umsatzsteuerliche Sachverhalte mit Grundstücken unterliegen einer 20-jährigen Beobachtungsfrist. Dementsprechende Unterlagen für Grundstücke sind daher 22 Jahre lang aufzubewahren. Keinesfalls sollen Unterlagen vernichtet werden, die zur Beweisführung zB. bei Produkthaftung, Eigentums-, Bestands- und Arbeitsvertragsrecht dienen.


Abzugsfähigkeit von Spenden
Spenden an bestimmte Forschungseinrichtungen und der Erwachsenenbildung dienende Lehreinrichtungen sowie an Universitäten können bis zu einem Maximalbetrag von 10 % des Gewinnes des laufenden Wirtschaftsjahres als Betriebsausgabe gewinnmindernd in Abzug gebracht werden. Zusätzlich und betragsmäßig unbegrenzt können auch Geld- und Sachspenden, die mit der Hilfestellung bei Katastrophenfällen zusammenhängen, geltend gemacht werden. Es muss jedoch nachgewiesen werden, dass diese Spende auch der Werbung diente. Auch Spenden für mildtätige Zwecke sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Wesentlich ist, dass die Spenden empfangende Organisation in der BMF-Liste aufscheint. Zu beachten ist auch, dass betriebliche und private Spenden zusammen das Maximum von 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht überschreiten dürfen.


Bildungsfreibetrag und -prämie
Bei innerbetrieblicher Aus- und Fortbildung können zusätzlich 20 % der Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Dafür ist aber eine Vielzahl von Voraussetzungen zu beachten. Ebenso steht ein Bildungsfreibetrag von 20 % für externe Bildungskosten (Kurs- und Seminargebühren, Skripten, nicht jedoch Kosten für Verpflegung und Unterbringung) zu. Alternativ zum Bildungsfreibetrag gibt es eine Bildungsprämie in Höhe von 6 %, die effektiv dem Steuerkonto gutgeschrieben wird.