ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Die in den Jahren 2004 bis 2009 mögliche begünstigte Besteuerung für nicht entnommene Gewinne ist mit einer Behaltefrist von sieben Wirtschaftsjahren verbunden.


Die Nachversteuerungsregelung ist im Gesetz jedoch so formuliert, dass bei einer mehrjährigen Inanspruchnahme der Begünstigung das Absinken des Eigenkapitals auf Grund einer Entnahme unter Umständen bis zu 13 Jahre steuerlich relevant ist.
In einer Aussendung vom 9. August 2013 informiert das BMF über eine korrigierende Interpretation der gesetzlichen Regelung. Wie es im Schreiben des BMF heißt, soll in Übereinstimmung mit dem Gesetzeszweck lediglich eine siebenjährige Kapitalbindung greifen.
Dementsprechend ist nach Auffassung des BMF bereits jeweils ab dem achten Jahr eine Entnahme des begünstigt besteuerten Gewinnes möglich.
Das heißt: Im Jahr 2012 muss eine Entnahme des begünstigt besteuerten Gewinnes des Jahres 2004, im Jahr 2013 eine Entnahme des begünstig besteuerten Gewinnes des Jahres 2005 und schließlich muss im Jahr 2017 eine Entnahme des begünstigt besteuerten Gewinnes des Jahres 2009 nicht versteuert werden.
Die Regelung betrifft ausschließlich von natürlichen Personen geführte Unternehmen, die ihren Gewinn auf Grundlage einer doppelten Buchführung ermitteln.

ECA-Steuertipp:
Wenn Sie die begünstigte Besteuerung für nicht entnommene Gewinne in der Vergangenheit in Anspruch genommen haben und zum Beispiel eine Entnahme für ein privates Projekt planen, kontaktieren Sie uns, damit diese nicht eine unnötige Steuerbelastung auslöst.