ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Seit 1. Juli 2013 beträgt das gesetzlich erforderliche Mindeststammkapital einer GmbH statt bisher EUR 35.000,00 nur mehr EUR 10.000,00. Für bestehende GmbHs gibt es daher die Möglichkeit, durch eine ordentliche Kapitalherabsetzung Einlagen an die Gesellschafter zurückzuzahlen, ohne eine kapitalertragsteuerpflichtige Gewinnausschüttung (25% KESt) vornehmen zu müssen.


Bei einer derartigen Kapitalherabsetzung in Höhe von EUR 25.000,00 könnten somit EUR 6.250,00 an KESt gespart werden. Zu einer Steuerbelastung käme es nur dann, wenn die Anschaffungskosten der Beteiligung durch die Einlagenrückzahlung unter einen Wert von Null fallen würden, was beispielsweise bei einem ursprünglichen Erwerb eines GmbH-Anteils unter dem (anteiligen) Stammkapital passieren könnte. Trotz der auf den ersten Blick verlockenden Steuerersparnis sei angemerkt, dass die Durchführung einer ordentlichen Kapitalherabsetzung aus Gläubigerschutzgründen nicht ganz einfach und naturgemäß auch mit Kosten verbunden ist.
Manchmal ist es der Fall, dass sich Verrechnungsforderungen der GmbH gegenüber den Gesellschaftern aufgebaut haben. Eine Kapitalherabsetzung kann auch zum Abbau der Salden dieser Verrechnungskonten angedacht werden, wodurch sich auch das Risiko der Annahme von verdeckten Gewinnausschüttungen durch die Finanzbehörde verringern würde.
Schließlich könnte eine Senkung des Mindeststammkapitals in Form einer vereinfachten Kapitalherabsetzung durchgeführt werden. Bei dieser Form der Kapitalherabsetzung wird der Herabsetzungsbetrag zum Ausgleich (oder zur Verringerung) eines sonst auszuweisenden Bilanzverlustes verwendet, wodurch sich das Bilanzbild der Gesellschaft verbessert. Bei der vereinfachten Kapitalherabsetzung entfallen einige der zuvor bei der ordentlichen Kapitalherabsetzung vorgesehenen Verfahrensschritte, insbesondere das Erfordernis des Gläubigeraufrufes. Auszahlungen an die Gesellschafter sind bei dieser Form der Kapitalherabsetzung allerdings nicht möglich.

ECA-Steuertipp:
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie an Kapitalherabsetzungen denken. Wir beraten Sie gerne über die damit zusammenhängenden steuerlichen und bilanziellen Auswirkungen.