ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Ab 1.1.2013 wird bei der Berechnung der Eintragungsgebühr ins Grundbuch grundsätzlich zwischen den sogenannten „begünstigten Erwerben" und den „Normalfällen" unterschieden.



Für die begünstigten Erwerbe gilt weiterhin der dreifache Einheitswert der Liegenschaft als Bemessungsgrundlage der Grundbucheintragungsgebühr in Höhe von 1,1%. Diese Begünstigung gilt bei Übertragung eines Grundstücks innerhalb der Familie wie zwischen Ehegatten, Lebensgefährten mit gemeinsamen Wohnsitz, Kindern, Stief, Wahl- oder Pflegekindern.
In den Normalfällen wird die Gebühr in Höhe von 1,1 % vom Verkehrswert der Liegenschaft berechnet, unabhängig davon, ob das zu Grunde liegende Geschäft ein Kauf oder beispielsweise eine Schenkung ist. Unter dem Verkehrswert versteht man jenen Preis, der bei der Veräußerung einer Liegenschaft üblicherweise erzielt werden kann.
Daher kann auch bei einer entgeltlichen Übertragung der Verkehrswert als Bemessung für die Gerichtsgebühr herangezogen werden, wenn etwa unterpreisige Veräußerungen zwischen Fremden erfolgen. Hier hat das Gericht zu prüfen, ob nicht teilweise eine unentgeltliche Übertragung vorliegt. Beispielsweise könnte bei einer gemischten Schenkung, bei der der Verkaufspreis geringfügig über 50 % des Verkehrswertes beträgt, die Grundbucheintragungsgebühr vom allenfalls höheren Verkehrswert zu entrichten sein.