ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Der EU-Beitritt Kroatiens bedeutet für österreichische Unternehmer vor allem Änderungen in der Umsatzsteuer.

Kroatien gehört ab dem 1. Juli dem sogenannten Binnenmarkt an und wird sich im innerstaatlichen Umsatzsteuerrecht an die EU-Richtlinien halten. Wie im Geschäftsverkehr mit allen anderen EU-Staaten gelten nun auch für Kroatien die Regeln der innergemeinschaftlichen Lieferung und des innergemeinschaftlichen Erwerbs. Es sind also Anpassungen bei der Rechnungslegung und im Meldewesen der Buchhaltung erforderlich.

Lieferungen an kroatische Unternehmen mit Versendungen von Österreich oder dem restlichen Gemeinschaftsgebiet nach Kroatien gelten nicht mehr als steuerfreie Ausfuhrlieferungen, sondern sind innergemeinschaftliche Lieferungen.

Damit innergemeinschaftliche Lieferungen steuerfrei bleiben, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

• Die Rechnung muss die allgemeinen Kriterien enthalten und weist keine Umsatzsteuer aus.
• Zusätzlich muss die UID-Nummer des Kunden und der Hinweis auf die Steuerfreiheit 
   enthalten sein.
• Es muss ein Ausfuhrnachweis vorliegen (Transportpapiere etc.).
• Es muss ein Buchnachweis vorliegen (Belegmäßiger Nachweis der Lieferung und Verzeichnis
   im Rechnungswesen).
• In der zusammenfassenden Meldung (ZM) sind nun auch die Lieferungen und sonstigen
   Leistungen nach Kroatien zu erfassen.

Hinweis: Anhebung der Meldeschwellen bei INTRASTAT
Wer im Vorjahr wertmäßig den Betrag von EUR 550.000,00 überschritten hat oder im laufenden Jahr überschreitet, muss Meldungen abgeben.

ECA-Steuertipp:
Bereiten Sie Ihre Buchhaltungssysteme rechtzeitig darauf vor. Die Umsatzsteuerschlüssel auf den Konten sind anzupassen. Die Stammdaten der Kunden und Lieferanten sind zu aktualisieren. Kroatische Unternehmer müssen in Zukunft auch unter ihrer UID-Nummer auftreten. In der ersten Zeit ist eine verstärkte Kontrolle der UID-Nummer empfehlenswert.