ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Unternehmen fördern in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen Einzelpersonen oder Organisationen mit der Erwartung, eine die eigene Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

 

Beispielsweise verpflichten sich Sponsoren zu finanziellen Zuwendungen etwa an Sportvereine, während diese für das Unternehmen als Werbeträger auftreten. Ein Ineinanderfließen betrieblicher Erwägungen (Werbewirkung) und privater Motive (Unterstützung aus Sportbegeisterung) ist bei derartigen Zuwendungen im besonderen Maße möglich. Abgabenbehörden prüfen daher, ob das Sponsoring in wirtschaftlicher Betrachtung einen Leistungsaustausch darstellt. Nur wenn der Gesponserte echte und wirkungsfähige Werbeleistungen erbringt und einem größeren Personenkreis bekannt ist, können angemessene Aufwendungen des Sponsors als Betriebsausgabe anerkannt werden. Dabei wird insbesondere überprüft, ob auch andere Wirtschaftstreibende unter denselben Voraussetzungen eine gleichartige Sponsorleistung erbracht hätten.

Im Sportbereich hat der VwGH ausgeführt, dass die gegenseitigen Verpflichtungen zwischen Sponsor und Sportverein bereits von vornherein eindeutig fixiert sein müssen. Außerdem muss die Leistung des Sportvereins geeignet sein, Werbewirkung zu entfalten. Nur wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung ein Leistungsaustausch vorliegt, kann die betriebliche Veranlassung der Zuwendung angenommen werden.

ECA-Steuertipp:

•  Schließen Sie von vornherein einen schriftlichen Sponsoringvertrag, in dem die gegenseitigen Verpflichtungen eindeutig fixiert sind.

•  Achten Sie auf die Erzielung einer echten Werbewirkung mit dem Sponsoring.

•  Dokumentieren Sie die Werbemaßnahmen des Gesponserten.