ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Zwei befreundete Personen erwarben zwei Eigentumswohnungen, um sie jeweils an das Kind des anderen fremdüblich zu vermieten.

 

Die Wohnungen befanden sich im selben Haus und hatten idente Wohnflächen. Die Vermieter haben die mit dem Erwerb der jeweiligen Wohnung zusammenhängende Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht. Die Vermietungseinkünfte (Vermietung zu Wohnzwecken) wurden konsequenterweise der Umsatzsteuer in Höhe von 10 % unterworfen. Das Finanzamt und der Unabhängige Finanzsenat (UFS) sahen ausschließlich steuerliche Gründe (Steuerminderung durch Geltendmachung des Vorsteuerabzugs) für diese Konstruktion unter Freunden und werteten sie als Missbrauch mit Nichtanerkennung der Vermietungstätigkeit als Folge. Der Verwaltungsgerichtshof entschied jedoch im Oktober 2012, dass diese Gestaltung keinen Missbrauch darstellt.

ECA-Steuertipp:

Diese aktuelle Rechtsprechung des VwGH bietet interessante Möglichkeiten. Haben doch bisher die Abgabenbehörden Mietverträge zwischen Eltern und Kindern äußerst kritisch beurteilt und vielfach die steuerliche Anerkennung unter Hinweis auf die Wohnversorgung von Unterhaltsberechtigten versagt.