ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Für Mannschaftssportler und ihre Trainer gibt es im Einkommensteuerrecht eine spezielle Begünstigung: pauschale Reiseaufwandsentschädigungen.

Mannschaftssportler und ihre Trainer gelten als Dienstnehmer bei ihren Vereinen. Grundsätzlich unterliegen sämtliche Entgelte und Sachleistungen der Lohnsteuerpflicht sowie der Beitragspflicht in der Sozialversicherung. Erhalten Sportler jedoch nur pauschale Reiseaufwandsentschädigungen, so sind diese von der Einkommensteuer befreit.

 

Diese liegen vor, wenn:

•  sie von einem Sportler, Schiedsrichter oder Sportbetreuer (z.B. Masseur, Trainer) bezogen werden.

•  sie höchstens EUR 60,00 pro Einsatztag oder EUR 540,00 pro Kalendermonat betragen.

•  ihre Auszahlung von einem begünstigten Rechtsträger erfolgt (z.B. von einem Verein)

•  sie nur an den Einsatztagen (Training, Wettkampf) ausbezahlt werden.

Die Einsatztage müssen dokumentiert werden. Auch die Auszahlung muss gesondert dokumentiert werden. Um die Dokumentation zu erleichtern, werden von der Österreichischen Bundes-Sportorganisation Formulare zur Verfügung gestellt (www.bso.or.at).

Auch Einzelsportler können die Begünstigung in Anspruch nehmen, wenn sie die obigen Voraussetzungen erfüllen. Neben den pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen dürfen keine Kosten steuerfrei ersetzt werden. Das bedeutet, es dürfen z.B. kein Kilometergeld und keine Tages- und Nächtigungsgelder ausgezahlt werden. Sachleistungen wie Bus- oder Flugtickets oder auch Zimmer dürfen jedoch zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

Überschreiten der Höchstbeträge

Übersteigen die pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen die Höchstbeträge, unterliegen nur jene Beträge, die diese übersteigen, der Besteuerung.