ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Verträge zwischen nahen Angehörigen stehen seit jeher schon im Brennpunkt vieler Betriebsprüfungen. Durch Leistungsbeziehungen zwischen nahen Angehörigen kann durch „Steuersplitting" Steuer gespart werden, indem Einkommen von Besserverdienern zu schlechter verdienenden nahen Angehörigen verschoben wird und somit durch die unterschiedliche Steuerprogression in Gesamtbetrachtung ein Steuervorteil entsteht. Um diesem Gestaltungsspielraum entgegenzuwirken wurden insbesondere vom VwGH generelle Grundsätze entwickelt, welche die Voraussetzungen für solche Verträge regeln.

 

Demnach sind Vereinbarungen zwischen nahen Angehörigen im Steuerrecht nur anzuerkennen, wenn sie

•  nach außen ausreichend zum Ausdruck kommen (Publizität),

•  einen eindeutigen, klaren und jeden Zweifel ausschließenden Inhalt haben und

•  auch zwischen Familienfremden unter denselben Bedingungen abgeschlossen worden wären.

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat im Frühjahr 2012 zum wiederholten Male auf die schon genannten einzuhaltenden Voraussetzungen für die Anerkennung von Verträgen zwischen nahen Angehörigen verwiesen.