ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Am 30. September 2012 endet die Frist für österreichische Unternehmer, die die Vorsteuern des Jahres 2011 aus anderen EU-Mitgliedstaaten zurückholen wollen. Die Anträge sind elektronisch mittels FinanzOnline einzureichen. Die österreichische Finanzverwaltung prüft den Antrag sowohl auf Vollständigkeit als auch auf Zulässigkeit und leitet diesen an den jeweiligen Mitgliedstaat weiter.

 

Eine Vorlage der Originalbelege (bzw. Kopien davon) ist im elektronischen Verfahren nicht vorgesehen, außer das erstattende Land fordert diese gesondert an. Die EU-Mitgliedstaaten können ab einem Rechnungsbetrag von EUR 1.000,00  (bei Kraftstoffrechnungen ab EUR 250,00) die Vorlage von Rechnungskopien verlangen.

Die Bearbeitung des Antrags ist vom Erstattungsstaat grundsätzlich innerhalb von vier Monaten durchzuführen. Bei einer Anforderung von zusätzlichen Informationen verlängert sich dieser Zeitraum auf bis zu acht Monate.

Der Erstattungszeitraum muss grundsätzlich mindestens drei Monate und darf maximal ein Kalenderjahr umfassen. Eine Vorsteuererstattung für weniger als drei Monate darf nur beantragt werden, wenn es sich um den Rest eines Kalenderjahres (z.B. November und Dezember) handelt.

Es sind auch Mindesterstattungsbeträge zu beachten. Pro Kalenderjahr müssen zumindest EUR 50,00 und für einen Zeitraum von drei Monaten zumindest EUR 400,00 erstattungsfähig sein.

Wenn auch Fristen und Antragsmodi für alle EU-Mitgliedstaaten gleich sind, ist zu beachten, dass regelmäßig von Land zu Land unterschiedliche steuerliche Bestimmungen hinsichtlich Art und Ausmaß der Vorsteuerrückerstattung vorliegen. Beschränkungen betreffen dabei regelmäßig unter anderem Verpflegungs- und Bewirtungsaufwendungen, Repräsentationskosten, PKW-Aufwendungen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die ausländischen Behörden manchmal beglaubigte Übersetzungen von Rechnungen und Verträgen verlangen. Deshalb sollte immer die Höhe der zu erstattenden Summe im Auge behalten werden.

Schwierigkeiten können auch vereinzelt bei der rechtzeitigen (elektronischen) Zustellung von Ergänzungsersuchen bzw. Bescheiden auftreten.

ECA-Steuertipp:
Vergessen Sie nicht, die Vorsteuerrückerstattungsanträge bis 30. September zu stellen. Wir helfen Ihnen dabei sehr gerne.