ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Bei einer unentgeltlichen Grundstücksübertragung ist die Grunderwerbsteuer vom dreifachen Einheitswert zu berechnen. Im Regelfall liegt dieser Wert deutlich unter der Hälfte des Verkehrswertes der betreffenden Liegenschaft.

 

Der Verfassungsgerichtshof hat mit 13.06.2012 ein Gesetzesprüfungsverfahren zur Klärung der sachlichen Rechtfertigung dieser Steuerbemessung im Vergleich zur Erhebung der Steuer auf Basis der Gegenleistung bei entgeltlichen Übertragungen eingeleitet. Kann die doch im Regelfall erhebliche unterschiedliche Steuerbelastung zum Beispiel mit verwaltungsökonomischen Überlegungen nicht begründet werden, ist gemäß dem Einleitungsbeschluss des Gerichtshofs künftig die Grunderwerbsteuer bei unentgeltlichen Übertragungen vom sogenannten „gemeinen Wert" und damit vom Verkehrswert zu berechnen.

Im Hinblick auf die Budgetsituation ist bei einer Bestätigung der Bedenken im Sinne des Einleitungsbeschlusses mit einer empfindlichen Anhebung der Steuerbelastung für unentgeltliche Liegenschaftsübertragungen zu rechnen.