ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Vor kurzem wurde eine Klarstellung des Finanzministeriums zur begünstigten Besteuerung von Prämien veröffentlicht. Diese können teilweise als sogenannte „sonstige Bezüge" begünstigt besteuert werden, vorausgesetzt man hält sich an die vorgegebenen Rahmenbedingungen des Ministeriums.

Im Lohnsteuerrecht sind sonstige Bezüge das Gegenstück zu den laufenden Bezügen. Ein Arbeitnehmer erhält in der Regel laufende Bezüge, meist regelmäßig in monatlichen Lohnzahlungszeiträumen ausbezahlt. Im Gegensatz dazu, werden sonstige Bezüge – die häufigsten sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld – zusätzlich zum laufenden Bezug gewährt. Sie unterliegen einem begünstigten Steuersatz von 6 % bis zu einem Ausmaß eines Sechstels der laufenden Bezüge – des sogenannten Jahressechstels.

Wird eine Jahresprämie einmalig am Ende des Jahres ausbezahlt, so ist dieses Jahressechstel bereits durch das 13. und 14. Gehalt ausgeschöpft. Damit muss der Großteil der Prämie mit dem Normalsteuersatz (von bis zu 50 %) versteuert werden. Daher ist es meist steuerlich vorteilhafter, die Jahresprämie nicht als Einmalzahlung, sondern geteilt als laufenden und sonstigen Bezug auszuzahlen. Somit wird immerhin ein Siebentel mit dem begünstigten Steuersatz von 6 % besteuert.

Für die steuerliche Anerkennung dieser steueroptimalen Auszahlung der Prämie verlangt das Finanzministerium:

• Eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Regelungen über den 
  Anspruch und die Auszahlungsmodalität enthält.

• Die Vereinbarung muss vor der Auszahlung getroffen werden.

• Bei ratenweiser Auszahlung darf die Vereinbarung nachträglich nicht mehr geändert werden.

• Bei der optimierten Auszahlung von Jahresprämien muss sich der laufende Bezug über einen Zeitraum 
  von mindestens sechs Monaten erstrecken.

Zu den Provisionen verlautbart das Finanzministerium folgendes: Wenn auf Provisionen ein monatlicher Auszahlungsanspruch besteht und Provisionsspitzen nur in einem längeren Zeitraum (quartalsmäßig, halbjährlich) abgerechnet werden, dann sind diese entgegen früheren Ansichten als laufende Bezüge mit dem Normalsteuersatz zu versteuern. Werden laufende Provisionen allerdings auf Grund eines gesonderten Rechtstitels in die Berechnung des 13. und 14. Monatsbezugs einbezogen oder wird eine einmalige „Superprovision" gewährt, liegen insoweit doch sonstige Bezüge vor.

ECA-Steuertipp:

Optimieren Sie die Auszahlung von Prämien und Provisionen – wir unterstützen Sie dabei gerne!