ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Die Finanzverwaltung wie auch der VwGH steht dem Ansatz einer Rückstellung für Aufwendungen im Zusammenhang mit anstehenden Betriebsprüfungen ablehnend gegenüber.

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat sich jüngst in einem Urteil ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Danach ist insbesondere bei Großbetrieben regelmäßig und lückenlos mit Betriebsprüfungen zu rechnen. Dies rechtfertigt nach Ansicht des Finanzgerichts in Verbindung mit der zwingenden Mitwirkungspflicht und die damit verbundenen Kosten den Ansatz einer Rückstellung.

Der Ansatz einer Rückstellung für anstehende Betriebsprüfungen ist damit unter den angeführten Voraussetzungen jedenfalls eine vertretbare Rechtsauffassung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die vom Finanzgericht in Deutschland vertretene Meinung auch mittelfristig in Österreich durchsetzt.