ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Sehr vielen Österreichern wachsen die privaten Schulden über den Kopf. Internet und Co machen das Geld ausgeben ja auch sehr einfach. Wie kommen in diesem Fall nun die Banken und andere Gläubiger zu ihrem Geld? Sie pfänden einfach das Gehalt ihres Schuldners. So wurden im Jahr 2009 rund 718.000 Lohnpfändungen durchgeführt, das sind 3.265 Anträge pro Arbeitstag!

Für Sie als Arbeitgeber bedeutet eine Lohnpfändung einen erheblichen Mehraufwand, weil damit strenge Auflagen gegenüber den Gläubigern verbunden sind. Sie sind nämlich verpflichtet, eine genaue Rangordnung der anhängigen Exekutionen zu führen, monatlich das Existenzminimum zu errechnen und den pfändbaren Betrag an die Gläubiger zu überweisen.

Gerichtsdokumente sofort an die Lohnverrechnung

Die Unterlagen, die Ihnen vom Gericht zum Zweck der Einkommenspfändung zugestellt werden, müssen Sie umgehend an Ihre Lohnverrechnung weiterleiten. Andernfalls haften Sie für alle Nachteile, die den Gläubigern dadurch erwachsen.
Wichtig ist auch, dass Sie die Unterlagen, die Ihnen zur Dokumentation der Verpfändung von den Gläubigern zugestellt werden, prüfen um sicherzustellen, dass die jeweiligen Urkunden tatsächlich von Ihrem Dienstnehmer unterschrieben wurden.

Kostenersatz

Durch die Verpflichtung zur Berechnung des Existenzminimums entsteht Ihnen ein nicht zu unterschätzender Verwaltungsaufwand. Um einen Teil der Kosten zurückzubekommen, stehen Ihnen zu:

2 % des an den Gläubiger zu zahlenden Betrages – höchstens EUR 8,00 bei der ersten Zahlung an den Gläubiger

1 % – höchstens EUR 4,00 bei jeder weiteren Zahlung.