ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Mit 1.3.2017 ersetzt das „Kinderbetreuungsgeld-Konto“ die bisherigen vier Varianten des pauschalen Kinderbetreuungsgeldes.

Daneben besteht wie bisher das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld. Zwischen diesen Varianten besteht weiterhin ein Wahlrecht. Zusätzlich wurde als neue Leistung noch ein Partnerschaftsbonus geschaffen.

Pauschalvariante als Grundvariante

In der Grundvariante (Dauer bis zum ersten Geburtstag des Kindes) steht ein Betrag von täglich EUR 33,88 zu. Die Anspruchsdauer des pauschalen Kinderbetreuungsgeld-Kontos kann auf bis zu 851 Tage (28 Monate) ab Geburt des Kindes verlängert werden (flexible Inanspruchnahme). Bei einer verlängerten Anspruchsdauer verringert sich die Höhe des Tagesbetrages im gleichen Verhältnis. Zu beachten ist allerdings, dass in allen Varianten das Kinderbetreuungsgeld wie schon bisher erst nach Ende des Wochengeldbezugs (acht bzw. zwölf Wochen nach Geburt) gewährt wird, sodass in der Grundvariante der Bezug zumeist nur für neun oder zehn Monate möglich ist.

Wie bisher können sich die Eltern maximal zweimal beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes abwechseln. Diesfalls kann sich die Bezugsdauer erhöhen.

Anspruchsdauer ist verbindlich festzulegen

Die Anspruchsdauer ist bei erstmaliger Antragstellung verbindlich festzulegen. Die festgelegte Anspruchsdauer ist auch für den anderen Elternteil bindend. Eine einmalige Änderung der Dauer pro Kind ist unter bestimmten Umständen zulässig.

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld und Partnerschaftsbonus

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld kann bis zu 365 Tage bzw. bei wechselnder Inanspruchnahme bis zu 426 Tage bezogen werden. Wird das Kinderbetreuungsgeld für dasselbe Kind zu annähernd gleichen Teilen (d.h. ein Elternteil zu mindestens 40 %, der andere zu maximal 60 %) und mindestens im Ausmaß von jeweils 124 Tagen bezogen, erhält jeder Elternteil auf Antrag EUR 500,00 Partnerschaftsbonus als Einmalzahlung.

ECA-Steuertipp:
Bei allen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes gibt es strenge Zuverdienstgrenzen, deren Überschreiten zur Rückzahlung des Betreuungsgeldes führen kann. Diese Grenzen sind je nach Variante unterschiedlich. So gibt es bei der pauschalen Variante eine individuelle Zuverdienstgrenze, die bei Gutverdienern recht hoch sein kann. Wer also während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchte – was gerade bei Selbständigen oft der Fall sein wird – sollte unbedingt schon bei Auswahl der Variante die Zuverdienstgrenzen beachten.