ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Im Zuge der Aktualisierung des Arbeitsprogramms der Bundesregierung wurde vom Ministerrat Ende Februar unter anderem eine Maßnahme beschlossen, deren Umsetzung der österreichischen Wirtschaft entscheidende Wachstums- und Beschäftigungsimpulse geben soll.

Betriebe, unabhängig von Branche und Größe, die neue Arbeitsplätze schaffen, sollen dabei für drei Jahre die Hälfte der Lohnnebenkosten ersetzt bekommen. Die Lohnnebenkosten, das sind der Kranken-, der Unfall-, der Pensions- und der Arbeitslosenversicherungsbeitrag, der IESG-Zuschlag, der Wohnbauförderungsbeitrag, MVK-Beiträge, DB, DZ und die Kommunalsteuer.

Um Mitnahmeeffekte zu vermeiden und den Arbeitsmarkt maximal zu entlasten, sind nur zusätzliche Voll- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse zu fördern, wenn sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Anstellung einer beim AMS als arbeitslos gemeldeten Person;
  • Anstellung eines Abgängers einer österreichischen Bildungseinrichtung (Schule/Hochschule);
  • Aufnahme einer in Österreich bereits beschäftigt gewesenen Person;
  • Beschäftigungsverhältnis auf Basis einer Rot-Weiß-Rot-Karte.

Zur Feststellung, ob es sich um zusätzliche Beschäftigte handelt, wird die Anzahl der Beschäftigten zum Zeitpunkt der Antragstellung sowie zwölf Monate vor der Antragstellung herangezogen. Um förderungsfähig zu sein, muss im Vergleichszeitraum ein Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen von zumindest einem zusätzlichen Vollzeitäquivalent dargestellt werden. Für Unternehmen, die erst im Laufe der letzten zwölf Monate vor Antragstellung gegründet wurden, gilt als Berechnungsgrundlage ein Mitarbeiterstand von null. Nach zumindest sechs Monaten Beschäftigungsdauer beginnt der Anspruch auf Förderung. Sie wird daher nur im Nachhinein ausbezahlt.

Um „Mitnahmeeffekte“ durch Umgründungen oder Verschiebungen im Konzern zu vermeiden, werden diese Fälle ausdrücklich nicht gefördert. Auch soll kein Beschäftigungsbonus gewährt werden, wenn für den Beschäftigten bereits die Lohnnebenkostenförderung gemäß Start-up-Förderung bezogen wird.

Das neue Förderprogramm wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), durch aws und ÖHT abgewickelt. In weiterer Folge werden entsprechende Förderrichtlinien festgelegt. Die Antragstellung wird ab 1.7.2017 möglich sein. Um missbräuchliche Inanspruchnahmen zu vermeiden, ist vorgesehen, dass die Geltendmachung des Beschäftigungsbonus im Rahmen der GPLA geprüft wird.