ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Damit die Freude über Weihnachtsgeschenke allseits ungetrübt bleibt, informieren wir Sie, wie Sie Ihre Mitarbeiter aber auch Kunden betriebsausgabenwirksam beschenken können ohne eine (andere) Steuerpflicht auszulösen.

1. Mitarbeitergeschenke
Geschenke an Mitarbeiter sind für den Arbeitgeber in jedem Fall Betriebsausgaben und mindern als solche den Gewinn. Für die Mitarbeiter handelt es sich bei Geschenken vom Arbeitgeber um Sachzuwendungen. Sachzuwendungen unterliegen grundsätzlich – genauso wie Entgeltzahlungen – der Lohnsteuer und der Sozialversicherung.
Für Sachgeschenke im Zusammenhang mit Betriebsfeiern räumt der Gesetzgeber eine Ausnahme ein. Diese sind
bis zu einem Betrag von EUR 186,00 (lohn)steuer- und sozialversicherungsfrei. Geldzuwendungen sind hingegen immer steuerpflichtig.
Beispiele für begünstigte Sachgeschenke können Autobahnvignetten, nicht in bar ablösbare Gutscheine oder Goldmünzen bzw. -dukaten sein. Die Geschenke dürfen aber nicht den Charakter individueller Entlohnungen haben, sondern sollten allgemeine Geschenke für alle Mitarbeiter bzw. Gruppen von Mitarbeitern sein.
Hinsichtlich der Umsatzsteuer ist Folgendes zu beachten: Sofern beim Kauf von Geschenken der Vorsteuerabzug möglich war, lösen die Schenkungen Umsatzsteuer – im Regelfall in gleicher Höhe – aus. Wurden die Geschenke im Betrieb selbst hergestellt, sind die Selbstkosten die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuerpflicht besteht nicht für geringfügige Geschenke – beispielsweise für Getränke am Arbeitsplatz.

2. Kundengeschenke
Grundsätzlich sind Weihnachtsgeschenke an Kunden sogenannte „Repräsentationsaufwände“ und als solche für den Unternehmer nicht abzugsfähig. Repräsentationsaufwendungen sind aus Sicht der Finanzverwaltung von privaten Motiven mitgetragen. Allerdings können bestimmte typische Werbegeschenke, z. B. Schreibgeräte mit Firmenlogo, als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Die typischen Werbegeschenke bis zu einem Nettowert von EUR 40,00 pro Kalenderjahr und Kunde sind umsatzsteuerlich insofern unproblematisch, als ein Vorsteuerabzug beim Einkauf der Geschenke in Anspruch genommen werden kann und eine Eigenverbrauchs-Umsatzsteuer nicht abgeführt werden muss.
Geringwertige Werbeträger, wie zum Beispiel (günstige) Kugelschreiber oder Feuerzeuge, sind vernachlässigbar und auch nicht für die Einhaltung der 40-EUR-Grenze mit zu berechnen. Warenmuster für Zwecke des Unternehmens unterliegen grundsätzlich nicht der Umsatzsteuerpflicht.