ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Hier finden Sie wertvolle Steuertipps wie Sie das Jahresergebnis noch beeinflussen können.

Gewinnverlagerung bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern
Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Einnahmen und Ausgaben werden zumeist erst bei Bezahlung ergebniswirksam. Durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen kann der steuerliche Gewinn zulässigerweise beeinflusst werden. Es gibt dabei allerdings auch gesetzliche Einschränkungen, beispielsweise für längerfristige Mietvorauszahlungen. Auch zu erwartende Nachbemessungen von GSVG-Beiträgen können bereits im laufenden Jahr bezahlt und damit steuerlich verwertet werden, soweit es eine plausible Vorberechnung der Nachzahlung gibt.

ECA-Steuertipp:
Gewinnverschiebungen können Vorteile, aber auch Nachteile bringen. Dabei sind nicht nur Steuern, sondern auch Sozialversicherungsbeiträge (für die es eine jährliche Obergrenze gibt) zu bedenken. Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem ECA-Berater, um die Auswirkungen richtig einschätzen zu können.

Steuerstundung (Zinsgewinn) durch Gewinnverlagerung bei Bilanzierern
Eine Gewinnverschiebung in das Folgejahr bringt immerhin einen Zinsgewinn durch Steuerstundung. Im Jahresabschluss sind unfertige Erzeugnisse (Halbfabrikate), Fertigerzeugnisse und noch nicht abrechenbare Leistungen (halbfertige Arbeiten) grundsätzlich nur mit den bisher angefallenen Kosten zu aktivieren. Die Gewinnspanne wird erst mit der Auslieferung des Fertigerzeugnisses bzw. mit der Fertigstellung der Arbeit realisiert (Anzahlungen werden nicht ertragswirksam eingebucht, sondern nur als Passivposten).

ECA-Steuertipp:
Die Auslieferung des Fertigerzeugnisses – wenn möglich – mit Abnehmern für den Jahresbeginn 2017 vereinbaren. Arbeiten sollten erst mit Beginn 2017 fertig gestellt werden. Die Fertigstellung muss für das Finanzamt dokumentiert werden.

Umsatzgrenze für Kleinunternehmer
Bis zu einer Jahres-Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 sind Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit. Ist die Grenze vor Jahresende beinahe ausgeschöpft, kann durch ein Verschieben der Vereinnahmung weiterer Umsätze der Status als Kleinunternehmer bewahrt werden. Zu beachten ist auch, dass innerhalb von fünf Jahren ein einmaliges Überschreiten der Grenze um maximal 15 % zulässig ist. Die Umsatzgrenze ist als Nettogrenze gedacht, sodass auch Einnahmen von EUR 35.000,00 zu keiner Überschreitung führen, wenn für die Leistungen ein Steuersatz von 20 % anzuwenden wäre.

Gewinnfreibetrag bei Einzelunternehmen und betrieblicher Mitunternehmerschaft
Der Gewinnfreibetrag besteht aus zwei Teilfreibeträgen. Das sind der Grundfreibetrag und der investitionsbedingte Freibetrag.
Wird nicht investiert, so steht natürlichen Personen (mit betrieblichen Einkünften) jedenfalls der Grundfreibetrag in Höhe von 13 % des Gewinns zu, höchstens aber bis zu einem Gewinn von EUR 30.000,00 (maximaler Freibetrag EUR 3.900,00). Übersteigt der Gewinn EUR 30.000,00, kann ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag hinzukommen, der davon abhängt, in welchem Umfang der übersteigende Freibetrag durch bestimmte Investitionen im jeweiligen Betrieb gedeckt ist.

ECA-Steuertipp:
Kontaktieren Sie rechtzeitig vor Ende des Wirtschaftsjahres Ihren Berater, damit Sie den Gewinnfreibetrag optimal ausnützen können.

Halbjahresabschreibung für kurz vor Jahresende getätigte Investitionen
Eine Absetzung für Abnutzung (AfA) kann erst ab Inbetriebnahme des jeweiligen Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden. Erfolgt die Inbetriebnahme des neu angeschafften Wirtschaftsgutes noch kurzfristig bis zum 31.12.2016, steht eine Halbjahres-AfA zu.

Letztmalige Möglichkeit der Arbeitnehmerveranlagung für 2011
Mit Jahresende läuft die Fünf-Jahres-Frist für die Antragstellung der Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2011 aus.

Erwerb von geringwertigen Wirtschaftsgütern
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 400,00 können im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden. Daher sollten Sie diese noch bis zum Jahresende anschaffen, wenn eine Anschaffung für (Anfang) 2017 ohnehin geplant ist.

Steuerfreie (Weihnachts-)Geschenke und Feier für Mitarbeiter
Betriebsveranstaltungen, wie beispielsweise Weihnachtsfeiern, sind bis zu EUR 365,00 pro Arbeitnehmer und Jahr lohnsteuer- und sozial-versicherungsfrei. Geschenke sind innerhalb eines Freibetrages von EUR 186,00 jährlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Dies gilt auch für Teilzeitmitarbeiter und geringfügig beschäftigte Dienstnehmer. Bargeschenke sind allerdings immer steuerpflichtig.

Forschungsprämie
Es kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Forschungsprämie pro Jahr in Höhe von nun 12 % (erstmals für 2016, davor 10 %) der Forschungsaufwendungen geltend gemacht werden (soweit nicht durch steuerfreie Förderungen gedeckt). Bei Auftragsforschung kann eine jährliche Forschungsprämie (12 %) in Höhe von maximal EUR 120.000,00 in Anspruch genommen werden. Bei der eigenbetrieblichen Forschung hat der Steuerpflichtige ein Gutachten der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) vorzulegen.

Spenden
Spenden aus dem Betriebsvermögen dürfen 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres nicht übersteigen. Wenn im nächsten Jahr höhere Einkünfte erwartet werden, kann es daher günstiger sein, eine Spende auf Anfang 2017 zu verschieben.