ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit
Während der Bildungskarenz werden Arbeitnehmer von ihrer Tätigkeit freigestellt, um sich weiterzubilden. Die Weiterbildung kann im In- und Ausland absolviert werden. Es muss sich jedoch um Kurse mit beruflichem Bezug handeln. Während dieser Zeit erhält der Arbeitnehmer Weiterbildungsgeld vom AMS in der Höhe des Arbeitslosengeldes.

Das Arbeitsverhältnis bleibt währenddessen bestehen. Daher muss die Bildungskarenz mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Der Arbeitnehmer hat keinen Rechtsanspruch darauf. Eine Bildungskarenz kann auch nur in Anspruch genommen werden, wenn das Arbeitsverhältnis zuvor bereits mindestens sechs Monate gedauert hat (für Saisonbetriebe gelten Ausnahmeregelungen).

Die Karenz kann auf einzelne Teile aufgeteilt werden, die innerhalb von vier Jahren absolviert werden müssen. Der vereinbarte Zeitraum muss mindestens zwei Monate dauern und die Gesamtdauer bzw. der einzelne Teil darf ein Jahr nicht übersteigen.

Wenn nicht anders vereinbart, bleiben alle Rechtsansprüche, die von der Dauer des Dienstverhältnisses abhängen, unberücksichtigt. Anspruch auf Sonderzahlungen hat der Arbeitnehmer nur für den Teil des Jahres, in dem er nicht in Bildungskarenz war.

Neben der Bildungskarenz besteht auch die Möglichkeit einer Bildungsteilzeit. In diesem Fall ruht das Dienstverhältnis nicht zur Gänze. Es wird nur die wöchentliche Normalarbeitszeit herabgesetzt.
Auch die Bildungsteilzeit muss mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Beginn, Dauer und Art der Teilzeitbeschäftigung müssen schriftlich festgehalten werden.

Altersteilzeit
Ältere Mitarbeiter, die maximal sieben Jahre vor dem Regelpensionsalter stehen, können ihre Arbeitszeit zwischen 40 % und 60 % reduzieren.

In einer zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer abzuschließenden Altersteilzeitvereinbarung wird festgelegt, dass neben dem Entgelt für die geleistete Arbeitszeit auch ein 50 %iger Lohn- oder Gehaltsausgleich für die reduzierte Arbeitszeit vergütet wird.

Die SV-Beiträge in die Pensionsversicherung werden weiter in voller Höhe einbezahlt, sodass es zu keiner Kürzung der Pension kommt.

Die dadurch erhöhten Aufwendungen des Arbeitgebers werden vom AMS durch das Altersteilzeitgeld mit bis zu 90 % für maximal fünf Jahre ersetzt.