ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins gesenkt.

Der Basiszinssatz beträgt in Österreich nun -0,62 % (statt bisher -0,12 %). Die Senkung wirkt ab 16.03.2016. Dadurch sind nun auch die Anspruchs-, Aussetzungs-, Beschwerde- und Stundungszinsen niedriger.

Was sind Stundungs-, Aussetzungs-, Anspruchs- und Beschwerdezinsen?

Stundungszinsen
Beim Finanzamt kann ein Ansuchen für einen Zahlungsaufschub gestellt werden. Wenn für fällige Steuern Zahlungserleichterungen gewährt werden, verrechnet das Finanzamt dafür Stundungszinsen.

Anspruchszinsen
Ergibt sich auf Basis des Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuerbescheids eine Steuernachforderung, sind für diese Nachforderung Anspruchszinsen zu zahlen. Der Zinsenlauf beginnt mit dem 01.10. Es ist unerheblich, aus welchem Grund die Zahlung zu spät erfolgt. Kommt es umgekehrt zu einer Steuergutschrift, schreibt das Finanzamt Zinsen für die Zeit ab dem 01.10. des Folgejahres gut. Die Dauer der Verzinsung ist mit 48 Monaten begrenzt.

Aussetzungszinsen
Wird gegen einen Steuerbescheid Beschwerde erhoben und ein Antrag auf Aussetzung der Einhebung der Abgabe gestellt (d. h. die Abgabenschuld im Vorhinein nicht entrichtet), sind Aussetzungszinsen zu zahlen, wenn die Beschwerde abgewiesen wird. Wird der Beschwerde stattgegeben, sind keine Zinsen zu zahlen.

Beschwerdezinsen
Ein Anspruch auf Beschwerdezinsen kann entstehen, wenn ein Steuerbescheid angefochten wird und die bereits entrichtete Abgabenschuld dadurch nachträglich herabgesetzt wird.
Diese Zinsen werden nicht automatisch gewährt, sondern sie sind schriftlich zu beantragen.

ECA-Hinweis:
Zinsen, die den Betrag von EUR 50,00 nicht erreichen, werden generell nicht festgesetzt.