ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Registrierkassenpflicht
Neben Zahlungen mit Bargeld zählen zum Barumsatz auch alle anderen Gegenleistungen, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Leistungsaustausch erfolgen, daher auch die Zahlung mittels Barscheck, Bankomat- bzw. Kreditkarte, aber nicht Überweisungen und auch keine reinen Tauschgeschäfte. Ebenso zählen Gutscheine grundsätzlich zum Barumsatz, ob beim Gutscheinkauf oder bei der Einlösung ist aber abhängig von der Art des Gutscheins.

Verkauf von Wertgutscheinen
Ein Wertgutschein ist ein Gutschein über einen bestimmten Betrag, mit dem der Kunde zu einem späteren Zeitpunkt Waren oder Dienstleistungen nach seiner Wahl beziehen kann. Der Gutscheinverkauf selbst zählt nicht zum Barumsatz, weil zu diesem Zeitpunkt noch kein Leistungsaustausch erfolgt.
Der Barverkauf des Wertgutscheines ist noch kein registrierkassen- bzw. belegerteilungspflichtiger Umsatz und daher auch nicht in die oben genannte Umsatzgrenze mit einzurechnen. Allerdings erachten wir die Erfassung derartiger Bareingänge in der Registrierkasse als zweckmäßig (Kennzeichnung „Bonverkauf“ bzw. „0-%-Umsatz“), um eine lückenlose und sicherheitstechnische Aufzeichnung aller Bareingänge zu gewährleisten.
Die Einlösung des Wertgutscheines gilt als Barumsatz und ist in die oben genannte Umsatzgrenze einzurechnen. Bei der Einlösung besteht auch Einzelaufzeichnungs- und Belegerteilungspflicht.
Wenn die Leistung des Gutscheines nicht konkret bestimmt ist, liegt hinsichtlich der Umsatzsteuer noch kein steuerbarer Umsatz vor. Die Umsatzsteuer muss in diesen Fällen erst bei Einlösung des Gutscheins abgeführt werden. In der Rechnung für die Gutscheine darf daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Erst bei Einlösung des Gutscheins wird dann vom gesamten Verkaufspreis Umsatzsteuer fällig.

Verkauf von Gutscheinen für konkrete Leistungen/Lieferungen
Von den Wertgutscheinen müssen jene Gutscheine unterschieden werden, die zum Bezug einer bestimmten Leistung bzw. Lieferung berechtigen, wie beispielsweise Urlaub oder Kinobesuch.
Um diese Art von Gutschein handelt es sich immer, wenn die genaue, eindeutige Bezeichnung der Lieferung/Leistung angegeben wird. Bei dieser Gutscheinart ist bereits der Gutscheineinkauf ein Barumsatz. Der Umsatz ist in der Registrierkasse zu erfassen und es ist ein Beleg im Sinne der Belegerteilungspflicht auszustellen.
Ist die Leistung konkret bestimmt, unterliegt bereits der Gutscheinverkauf der umsatzsteuerlichen Besteuerung. Beim Einlösen dieses Gutscheins ist kein Eintrag in die Kassa mehr notwendig.