ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Als Gegenfinanzierungsmaßnahme und im Sinne der Betrugsbekämpfung wird beginnend mit 1. Jänner 2016 die Registrierkassenpflicht für Bareinnahmen eingeführt, wenn der Jahresumsatz (pro Betrieb) von EUR 15.000,00 netto überstiegen wird und die jährlichen Barumsätze (dieses Betriebes) mehr als EUR 7.500,00 netto ausmachen.

Folgende Eckpunkte (in Kurzform) sind dabei von besonderer Relevanz:

Bei Nichtbeachten der Registrierkassenpflicht droht eine Finanzstrafe bis zu EUR 5.000,00, außerdem ist bei einer Betriebs-
prüfung die Schätzung der Einnahmen die logische Konsequenz. Ein Erlass regelt nun, dass die ersten 3 Monate im nächsten Jahr bei Nichterfüllung jedenfalls straffrei bleiben sollen, das zweite Quartal 2016 ebenfalls, sofern man dafür gute Gründe glaubhaft machen kann, wie zum Beispiel die Verzögerung der Einführung der Kasse aufgrund Lieferschwierigkeiten des Kassenherstellers. Über die Folgen bei einer Betriebsprüfung wurde in diesem Erlass jedoch nichts ausgeführt.

ECA-Steuertipp:
Sollten Sie sich nicht sicher sein,
ob Sie eine Registrierkasse brauchen bzw. in welcher Art und Weise die Aufzeichnung der Bareinnahmen bzw. Belegerteilung erfolgen soll, kontaktieren Sie uns umgehend,
um diese Fragen abzuklären.

Neben der Änderung bei den Einzelaufzeichnungen besteht eine allgemeine Belegerteilungspflicht. Diese gilt auch für jene Unternehmer, die aufgrund der Unterschreitung der relevanten Umsatzgrenzen händische Rechnungen ausstellen dürfen.
Einzige Ausnahme von der Registrierkassenpflicht – neben den gemeinnützigen Körperschaften (Vereinen) – sind jene Unternehmer, die man unter die Kalte-Hände-Regel einreihen kann, sofern deren Umsatz EUR 30.000,00 nicht überschreitet.
Auch für Automatenumsätze unter EUR 20,00 Einzelumsatz bestehen Ausnahmen.
Den sogenannten „Mobilen Gruppen“, somit jenen, die Leistungen außerhalb ihrer Betriebsstätte erbringen, ist es gestattet, die Umsätze nach Rückkehr in die Betriebsstätte in der elektronischen Registrierkasse einzeln nachzuerfassen.
Ab 1.1.2017 greift die Registrierkassensicherheitsverordnung, welche die Registrierkasse durch eine Signaturerstellungseinheit und Bürgerkarte manipulationssicher macht.
Mechanische (aber auch elektronische) Kassen ohne elektronisch auslesbarem Journal sind ab dem 1.1.2016 jedenfalls nicht mehr als zulässig.

ECA-Steuertipp:
Achtung: Nicht alle im Einsatz befindlichen elektronischen Kassen erfüllen zwingend die technischen Anforderungen wie sie in der Registrierkassensicherheitsverordnung definiert sind.