ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Gerade im Herbst und Winter werden Infrarotwärmekabinen verstärkt nachgefragt. Als Käufer treten dabei nicht nur ärztliche Praxen oder Hotelbetriebe, sondern auch zunehmend Privatpersonen auf, wobei die Anschaffung mit gesundheitlichen Zwecken begründet wird. Fraglich ist, ob es dafür auch steuerliche Absetzmöglichkeiten gibt.

Dies wird jedoch vom Bundesfinanzgericht verneint, da es sich bei einer Infrarot-Tiefenwärmekabine um ein marktgängiges Wirtschaftsgut handelt, das im Zuge des allgemeinen Wellness-Trends stark nachgefragt wird. Selbst wenn das Gerät zur Nachbehandlung bzw. Gesundheitsprävention medizinisch empfohlen wird, fehlt es sowohl an der Außergewöhnlichkeit einer solchen Anschaffung wie auch am damit verbundenen Vermögensverlust.

Lediglich in ganz seltenen Fällen könnte die Anschaffung vergleichbarer Geräte als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden, nämlich wenn beispielsweise die Funktion eines solchen Wirtschaftsgutes als Therapiegerät derart bestimmend ist, dass der damit angeschaffte Vermögenswert eindeutig und nachhaltig in den Hintergrund tritt.