ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

In einer jüngst ergangenen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes wird ausgeführt, dass für den Vorsteuerabzug das Vorliegen einer Dauerrechnung allein nicht zwingend ausreicht.

Im Voraus gestellte „bis auf weiteres" oder „bis auf Widerruf" lautende Dauerrechnungen bedürfen einer Konkretisierung. Dauerrechnungen müssen alle erforderlichen Rechnungsmerkmale im Sinne des Umsatzsteuergesetzes enthalten. Fehlende Rechnungsmerkmale, wie zB die Angabe des Leistungszeitraums, müssen in anderen Dokumenten enthalten sein, um den Vorsteuerabzug nicht zu gefährden. Diese anderen Dokumente könnten zB Zahlungsbelege sein, aus denen eine für den Vorsteuerabzug ausreichende Leistungsbeschreibung entnommen werden kann.

Obwohl die Bezahlung der Rechnung für den Vorsteuerabzug grundsätzlich unbeachtlich ist (Ausnahme Istbesteuerer und Anzahlungsrechnungen), gilt es insbesondere bei Dauerrechnungen darauf zu achten, dass auf den Zahlungsbelegen die noch fehlenden notwendigen Rechnungsmerkmale – wie zB die Angabe des Leistungszeitraums – enthalten sind, um die Berechtigung zum Vorsteuerabzug sicherzustellen. Daher ist bei Daueraufträgen oder Einziehungsermächtigungen in Zusammenhang mit Dauerrechnungen bei denen der Leistungszeitraum nicht angegeben ist, sicherzustellen, dass dieser jeweils auf den Einziehungsnachweisen (zB Kontoauszügen) ersichtlich ist. Sollte dies technisch nicht möglich sein, muss für die Vorsteuerabzugsberechtigung eine Rechnung für den betreffenden Leistungszeitraum vorliegen.

ECA-Steuertipp:
Überprüfen Sie Dauerrechnungen und die dazugehörigen Zahlungsbelege hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Rechnungsmerkmale. Achten Sie dabei insbesondere auf die korrekte Angabe des jeweiligen Leistungszeitraumes.

Zu diesem Thema übermitteln wir Ihnen gerne unseren Informations-Folder „ECA-Wissen" mit Erläuterungen zu den Rechnungsmerkmalen und stehen Ihnen bei Unsicherheiten in konkreten Fällen zur Verfügung.