ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) schreibt die Beiträge vierteljährlich aufgrund der vorläufigen Beitragsgrundlage vor. Die Vorschreibungen werden im Februar, Mai, August und November versendet und sind jeweils am Ende dieses Monats fällig.

 Für die vorläufige Bemessung der Beiträge wird der Einkommensteuerbescheid des drittvorangegangenen Kalenderjahres herangezogen. Das heißt, für die vorläufigen Beiträge des Jahres 2015 dient der Einkommensteuerbescheid des Jahres 2012 als Grundlage.

Die endgültige Beitragsgrundlage wird erst bei Vorliegen des Einkommensteuerbescheids für das betreffende Jahr ermittelt. Entstehende Nachzahlungen werden auf 4 Teilbeträge im Folgejahr vorgeschrieben. Nachzahlungen für das Jahr 2015 werden also frühestens im Jahr 2017 vorgeschrieben, weil der Einkommensteuerbescheid frühestens im Jahr 2016 erfolgt.

Wenn sich die Einkünfte im aktuellen Jahr verringert haben und daher die vorläufige Beitragsgrundlage aus dem drittvorangegangenen Jahr zu hoch ist, kann die Herabsetzung der Beiträge beantragt werden.

NEU: Ab 1.1.2016 kann auch eine Erhöhung der vorläufigen Beitragsgrundlage beantragt werden. Dies ist dann sinnvoll, wenn hohe Nachzahlungen in späteren Jahren vermieden werden sollen.

Sowohl der Antrag auf Herabsetzung als auch der Antrag auf Erhöhung ist zu begründen und es ist glaubhaft darzustellen, warum die Ergebnisse des laufenden Jahres von der vorläufigen Bemessungsgrundlage abweichen. Der Antrag kann bis zum Ende des jeweiligen Jahres gestellt werden.

Gewerbe ruhend melden
Wird das Gewerbe nicht durchgehend ausgeübt, kann es für die Monate, in denen Sie nicht tätig sind, ruhend gestellt werden. Dann zahlen Sie auch keine Beiträge an die SVA, allerdings besteht auch kein Versicherungsschutz. Das kann auch für maximal 18 Monate rückwirkend geschehen, wenn in diesen rückwirkenden Zeiträumen keine Leistungen bezogen wurden. Mütter haben die Möglichkeit, im Zeitraum des Wochengeldbezugs die selbständige Erwerbstätigkeit zu unterbrechen und ihr Gewerbe ruhend zu melden.

Zahlungsverzug
Bei Zahlungsschwierigkeiten ist abwarten die schlechteste Lösung. Die SVA reagiert mit Mahnung, Mahnspesen, Verzugszinsen und einem gerichtlichen Antrag auf Exekution. Besser ist es, rechtzeitig vor Fälligkeit der Beiträge mit der zuständigen Landesstelle der SVA Kontakt aufzunehmen und eine Zahlung auf Raten oder eine Stundung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beantragen. Bis zur Zahlung werden in der Regel Verzugszinsen berechnet und vorgeschrieben.

Verzugszinsen 2015: 7,88 % p.a.