ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Eine Einnahme ist nach der Rechtsprechung des VwGH dann zugeflossen, wenn der Empfänger darüber tatsächlich verfügen kann.

 Bei Leistungsabrechnungen eines Gesellschafter-Geschäftsführers gegenüber seiner Kapitalgesellschaft sind abgesehen von der Auszahlung der Vergütung insbesondere zwei mögliche zuflussbegründende Umstände zu unterscheiden und zwar unter der Bedingung, dass die Gesellschaft auch zu den betreffenden Zeitpunkten zahlungsfähig ist:

  1. Mit der Einbuchung der Gutschrift der Vergütung auf dem Verrechnungskonto;
  2. Bei einem unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer sobald die Forderung fällig ist

Diese Grundsätze gelten nicht nur für die Einkommensteuer, sondern sind auch für den Bereich der Umsatzsteuer maßgeblich.

Das heißt: Hat sich ein selbständig tätiger Gesellschafter-Geschäftsführer gegen die Anwendung der Verwaltungsvereinfachung entschieden und sich mit seinen Vergütungen aus seiner Geschäftsführungstätigkeit als umsatzsteuerrechtlicher Unternehmer gegenüber der Finanzverwaltung erklärt, dann hat dieser auch die Umsatzsteuer zu den genannten Zeitpunkten abzuführen.