ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Im Zuge der Änderungen der Lohnsteuerrichtlinien durch den 2. Wartungserlass 2014 wurden mit 17.12.2014 unter anderem folgende Anpassungen oder Klarstellungen vorgenommen:

  • Sachbezug für Privatnutzung bei Firmenauto mit Navigationsgerät:
    Ein integriertes Navigationsgerät gehört nach Auffassung der Finanzverwaltung zu den Anschaffungskosten des Autos und ist daher bei der Berechnung des Sachbezugs zu berücksichtigen. Für die Sachbezugsberechnung nicht relevant ist hingegen ein transportables Navigationsgerät.

  • Monatliche Beiträge des Dienstnehmers zum Firmenauto:
    Grundsätzlich kürzen monatliche Beiträge des Dienstnehmers dessen Sachbezug. Überschreiten die Anschaffungskosten des Pkw die Angemessenheitsgrenze von EUR 48.000,00, dann ist zu prüfen, ob unter Berücksichtigung des Kostenbeitrages der höchstens anzusetzende Sachbezugswert unterschritten wird. Ist dies nicht der Fall, kürzt der Kostenbeitrag den Sachbezugswert nicht.

  • Sachbezug für die kostenlose Nutzung eines arbeitgebereigenen Park- bzw. Garagenplatzes:
    Bisher kam der Sachbezug nur für die explizit in den Lohnsteuerrichtlinien aufgezählten Städte zur Anwendung. Diese Voraussetzung wurde gestrichen, so dass nunmehr ein Sachbezug von EUR 14,53 pro Monat für alle Orte mit Parkraumbewirtschaftung zum Tragen kommt, wenn das Abstellen von Kfz auf öffentlichen Verkehrsflächen für einen bestimmten Zeitraum gebührenpflichtig ist und der vom Arbeitgeber bereitgestellte Parkplatz innerhalb des gebührenpflichtigen Bereichs liegt.

  • Reisekostenersätze für Belegschaftsvertreter:
    Die Tätigkeit in der Belegschaftsvertretung ist als ehrenamtlich und von den Pflichten aus dem Dienstverhältnis getrennt zu sehen. Da die vom Arbeitgeber mit dieser Tätigkeit in Zusammenhang stehenden und zu vergütenden Reisekosten steuerlich nicht den betreffenden Befreiungsbestimmungen für Dienstnehmer zugeordnet werden können, stellen diese steuerpflichtige Einnahmen aus der Tätigkeit als Belegschaftsvertreter dar. Bis zur Höhe dieser steuerpflichtigen Vergütungen kann der Belegschaftsvertreter unter den entsprechenden Voraussetzungen aber Werbungskosten in seiner Steuererklärung geltend machen.