ECA-Schreiner und Stiefler Steuerberatungsgruppe

Steuerberater und Wirtschaftstreuhand Krems an der Donau

Für Freiberufler, so genannte Neue Selbständige und Gewerbetreibende kann es ratsam sein, sich noch vor Ende des Jahres 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) anzumelden, da andernfalls ein Beitragszuschlag droht.

Freiberufler sind unter anderem Wirtschaftstreuhänder, Notare, Rechtsanwälte und Ärzte. Beispiele für Neue Selbständige sind Kunstschaffende, Vortragende, Gutachter und Schriftsteller.

Ob Sozialversicherungspflicht für die selbständige Tätigkeit eintritt, hängt davon ab, ob durch den erwirtschafteten Gewinn die jeweilige Versicherungsgrenze überschritten wird. Die relevante jährliche Versicherungsgrenze von EUR 6.453,36 (Wert für 2014) kommt bei Freiberuflern und neuen Selbständigen beispielsweise dann zur Anwendung, wenn neben der selbständigen Tätigkeit keine weitere Erwerbstätigkeit ausgeübt wird und auch sonst kein Einkommen aus einer anderen Quelle bezogen wird. Die niedrigere jährliche Versicherungsgrenze in Höhe von EUR 4.743,72 (Wert für 2014) ist heranzuziehen, wenn neben der selbständigen Tätigkeit noch eine weitere Erwerbstätigkeit ausgeübt wird oder Einkommen, z.B. aus einer Pension, Arbeitslosenversicherung oder in Form von Kinderbetreuungsgeld, bezogen wird. In den verbleibenden Wochen des alten Jahres sollte der voraussichtliche Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit für das Jahr 2014 vorläufig berechnet und abgeschätzt werden. Sofern sich herausstellt, dass die bezughabende Grenze überschritten wird, sollte eine Anmeldung bei der SVA noch vor Jahresende erfolgen. Dadurch kann ein Beitragszuschlag von 9,3 % auf die Sozialversicherungsbeiträge in der Kranken- und Pensionsversicherung vermieden werden.

Sollte sich nach einer Anmeldung herausstellen, dass die Versicherungsgrenze doch nicht überschritten wurde, wird man vorerst dennoch in die Pflichtversicherung einbezogen. Die Anmeldung kann in einem derartigen Fall jedoch revidiert werden, indem eine Erklärung abgegeben wird, dass die Versicherungsgrenze doch nicht überschritten wurde. Die Pflichtversicherung endet dann zum Monatsletzten jenes Monats, in dem die „Unterschreitungserklärung" abgegeben wurde.

ECA-Steuertipp:
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