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Reihengeschäft

Ein Reihengeschäft liegt vor, wenn mehrere Unternehmer über denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen und diese Geschäfte dadurch erfüllt werden, dass der erste Unternehmer dem letzten Abnehmer in der Reihe unmittelbar die Verfügungsmacht über den Gegenstand verschafft.  Die im Rahmen des Reihengeschäftes erfolgenden Lieferungen sind getrennt voneinander zu beurteilen. In einem Verhältnis zwischen den Unternehmern, in welchem die bewegte Lieferung stattfindet, (d.h. eine Warenbewegung vorgenommen wird), richtet sich der Leistungsort danach, wo die Beförderung oder Versendung beginnt. In demjenigen Verhältnis zwischen Unternehmern, in welchem die Lieferung ruht, also keine Beförderung oder Versendung stattfindet, liegt der Lieferort hingegen dort, wo sich der Gegenstand im Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht befindet.   

Reihengeschäft im EU-Binnenmarkt:

Für das Reihengeschäft gelten im Binnenmarkt keine besonderen Regelungen. Es gelten die allgemeinen Regelungen hinsichtlich der Steuerbefreiung für innergemeinschaftlich Lieferungen und der Besteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs. Sonderregelungen bestehen hingegen für Dreiecksgeschäfte (Art 25 UStG), wenn drei Unternehmer aus drei verschiedenen Mitgliedsstaaten an einem Reihengeschäft im Binnenmarkt beteiligt sind. In diesem Fall bleibt bei Erfüllung der Voraussetzungen der innergemeinschaftliche Erwerb des zweiten Unternehmers in der Reihe steuerfrei und die Steuerschuld geht auf den Endabnehmer über (Rz 429l ff UStR.)