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Haftung ist das Einstehenmüssen für fremde (Abgaben-) Schuldigkeiten. Die Haftungs-
inanspruchnahme liegt im Ermessen der Abgabenbehörden. Zu unterscheiden sind:

a) persönliche Haftung:
    Eine Person hat mit ihrem Vermögen für eine fremde Schuld einzustehen. Sie wird mit
    Haftungsbescheid (§ 224 BAO) geltend gemacht.
b) sachliche Haftung:
    Eine Sache kann grundsätzlich ohne Rücksicht darauf, in wessen Eigentum oder Besitz
    sie sich befindet, in Anspruch genommen und verwertet werden. Sie wird mit Beschlag-
    nahmebescheid (§ 225 BAO) geltend gemacht.

Die Haftung wird durch Haftungsbescheid geltend gemacht, der die gesetzlichen Grund-
lagen für die Haftung und die Höhe des Haftungsbetrages enthält. Neben den in den Einzelsteuergesetzen enthaltenen Haftungsbestimmungen, bestehen Haftungen allge-
meiner Art nach der Bundesabgabenordnung in folgenden Fällen:

a) Haftung der Vertreter für jene Abgaben, der durch sie vertretenen Abgabenpflichtigen,
b) Haftung der Gesellschafter, von als solche abgabepflichtigen und nach bürgerlichem
    Recht voll oder teilweise rechtsfähigen Personenvereinigungen ohne eigener Rechtsper-
    sönlichkeit,
c) Haftung der Organgesellschaft, für die von Ihr verursachten Abgaben des Organträgers,
    wenn sich die Abgabepflicht auf den Betrieb des beherrschenden Unternehmens
    gründet,
d) Haftung für bestimmte Abgaben bei Übergang eines Unternehmens oder eines im
    Rahmen eines Unternehmens geführten Betriebes,
e) Haftung der zur Verwaltung des Vermögens berufenen Personen, bei Wegfall eines Ab-
    gabepflichtigen, für vorenthaltene Abgabenbeträge, in bestimmten Fällen,
f)  Haftung des Eigentümers von Wirtschaftsgütern, die von Gesellschaften, an denen der
    Eigentümer wesentlich beteiligt ist, genutzt werden,
g) Haftung des rechtskräftig für ein Finanzvergehen verurteilen Täters und der daran Be-
    teiligten, unabhängig von der Bedeutung des Tatbeitrags zur Verwirklichung der Tat.